Heute zeigen wir dir, wie gesunde und bequeme Schuhe genäht werden – direkt hier in unserer Werkstatt, wo wir ein brandneues Paar Pura-Sneaker anfertigen.

Du schaust lieber zu, als zu lesen? Kein Problem – wir haben den Herstellungsprozess Schritt für Schritt aufgezeichnet.
Jedes Paar unserer Schuhe geht durch die Hände dieser wunderbaren Menschen
Jahrelang haben wir Ahinsa shoes hier in Tschechien hergestellt und waren gut darin – doch wir hatten auch unsere Grenzen. Wir fanden niemanden, der im Notfall für uns einspringen konnte.
Als eine solche Situation eintrat, standen wir ohne Hilfe da. Ein wichtiges Mitglied unseres Teams kam unerwartet ins Krankenhaus, und keiner von uns wusste, wie man ihre Arbeit macht.
Zum Glück fanden wir dieses hervorragende Team gerade noch rechtzeitig.
Gorans Familie näht seit Jahrzehnten Schuhe. Als wir ihre Arbeit sahen, stand unsere Entscheidung fest. Goran und sein Team fertigen Schuhe schneller, präziser und zuverlässiger an, als wir es konnten. Sie verstehen ihr Handwerk einfach wie nur wenige andere.
So wurden diese Schuhmacher Teil des Teams von Ahinsa shoes.

Das ist unser Dreamteam.
Ab ins Lager: Unverwüstliche vegane Materialien
Beginnen wir im Lager, wo Materialrollen auf uns warten. Alle Materialien sind ethisch und (fast) unverwüstlich. Heute nähen wir Schuhe aus unserem Lieblingsmaterial: veganem CF+ Leder.
Denk dabei nicht an gewöhnliches Kunstleder. CF+ ist eine spezielle Mikrofaser, die atmet und unglaublichen Belastungen standhält. Wir haben versucht, sie mit einer Gabel zu zerkratzen, sie aufzuscheuern und sie im Meer einzuweichen (frag nicht, warum), und sie hat allem standgehalten.
Interessierst du dich für naturfreundliche Materialien? Lies den Artikel Besser als Leder. Woraus bestehen unverwüstliche vegane Schuhe?
Vorbereitung: Wir stanzen die einzelnen Teile wie Plätzchen aus
Wir haben das Material – jetzt schneiden wir die Teile zu. Das sieht ein bisschen aus wie Plätzchenausstechen. Wir haben diese scharfen „Ausstechformen“ eigens anfertigen lassen und ordnen sie so an, dass möglichst wenig Verschnitt übrig bleibt.

Siehst du die weißen Stücke? Das sind die Teile, aus denen wir die Schuhe nähen werden.
Wir dünnen die Kanten und Spitzen jedes Teils mit einer speziellen Maschine aus. Wenn wir die Teile umbiegen, passen sie perfekt zusammen, und die Falten bilden keine unschönen Wülste.
Hier siehst du, wie unsere Kollegin Ivana die Teile ausdünnt.

Wir dünnen die Spitzen aus, damit sie später nicht stören.
Nähen: Die Schuhe nehmen Form an!
Jetzt wird genäht! Wir verwenden Maschinen, die steifes und festes Material zuverlässig zusammennähen. Mit einer Maschine namens Strobel nähen wir die Innensohle an das Obermaterial. Der Schuh sieht langsam mehr wie ein Schuh aus. Jetzt hat er eine Form.
Nicht jeder kann eine Strobel bedienen – sie ist eine ziemlich komplexe kleine Maschine. Hier siehst du, wie geschickt Štefica damit arbeitet.

Mit der Strobel nähen wir das Obermaterial an die Innensohle.
Schnürlöcher und Ösen
Wir nähen die Zunge an und kleben dort Schaumstoffpolster auf, wo wir den Schuh weicher machen müssen. Jetzt sind die Schnürsenkel dran.
Zuerst stanzen wir kleine Löcher in den Schuh und setzen Ösen ein. Dann pressen wir sie fest, damit sie sicher halten.
Der Schuh ist noch lange nicht fertig, aber die Schnürsenkel können wir schon zu einer schönen Schleife binden.

Tihana stanzt die Löcher für die Schnürsenkel.

Wir setzen die Öse in das Loch und pressen sie fest, damit sie hält.
Der Leisten: Um einen Schuh zu formen, braucht man kräftige Muskeln
Dann ziehen wir den genähten und geschnürten Schuh auf den Leisten. Wir verwenden unsere eigenen Leisten, weil herkömmliche zu schmal sind. Die Menschen lieben Ahinsa shoes, weil sie großzügigen Platz für die Zehen bieten.
Den Schuh auf den Leisten zu ziehen, ist nicht einfach. Dafür braucht es ordentlich Muskelkraft und ein paar gezielte Hammerschläge. Wenn der Schuh schließlich richtig sitzt, hat er die richtige Form.
Du fragst dich, wozu der Hammer dient? Manchmal muss man die Nähte leicht beklopfen, um sie zu glätten und den Schuh gut sitzen zu lassen.
Hier siehst du unseren Kollegen Renato. Nach ein paar Stunden davon muss er nicht mehr ins Fitnessstudio.

Renato glättet die Nähte mit einem kleinen Hammer, damit der Schuh gut sitzt.
Die Sohle vorbereiten: Markieren, Aufrauen und Kleben
Wir legen die Sohle an den Schuh und markieren, wo sie befestigt wird. Dann kleben wir entlang dieser Linie Klebeband auf. Es verhindert, dass der Schuh oberhalb der Sohle zerkratzt oder schmutzig wird.
Wir schleifen den Bereich ab, an dem die Sohle befestigt wird, damit der Kleber gut haftet. Das nennt man Aufrauen.

Matija klebt den Schuh ab, damit er beim Aufrauen nicht zerkratzt wird.

Denis raut den Schuh auf, damit der Kleber gut daran haftet.
Kleben: Mit einer Presse halten die Sohlen fest.
Haben sich deine Schuhe schon einmal an den Klebestellen gelöst? Das hassen wir. Deshalb kleben wir diese Sohlen so, dass genau das nicht passiert.
Wir tragen zuverlässigen Kleber auf die aufgeraute Fläche und die Sohle auf. Wir haben verschiedene Sorten getestet und uns schließlich für ökologischen Kleber aus Deutschland entschieden.
Wir legen Sohle und Schuh kurz in einen Ofen. Dort erwärmt sich der Kleber und wird aktiviert. Deshalb empfehlen wir nicht, deine Schuhe auf der Heizung zu trocknen: Die Wärme könnte den Kleber erneut erhitzen und lösen.

Denis stellt den Schuh in den Aktivierungsofen.
Den Kleber richtig zu aktivieren, ist eine kleine Wissenschaft. Jeder Kleber und jedes Material braucht eine andere Temperatur und Verweildauer im Ofen.
Dann kleben wir die Sohle an den Schuh und drücken beide Teile mit einer speziellen Presse zusammen. Wir haben sie maßanfertigen lassen, denn sie sorgt dafür, dass die Sohle fest hält. Für immer.

Wir kleben die Sohle an den Schuh und drücken beide Teile mit einer Presse zusammen.
Hurra, wir haben einen Schuh!
Die Pura-Sneaker sind fertig! Aber warte – bevor wir sie dir schicken, fehlt noch etwas.
- Wir kontrollieren, ob sie makellos sind. Nur perfekte Schuhe dürfen zu dir geschickt werden.
- Wir legen eine Einlegesohle hinein.
Wir haben zwei Arten von Einlegesohlen: Barefoot für Liebhaber des Barfußgehens und die Comfort-Einlegesohle in Kombination mit einer dünnen speziellen flexiblen Schicht für alle, die gerne weich auftreten.
Wir schnüren die Sneaker schön und bringen unser Etikett an. Dann sind sie bereit für den Versand zu dir und freuen sich auf ihre neuen Besitzer.
Freust du dich auch schon auf sie?
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